zwangsheirat.ch
„Eine Ehe darf nur im freien und vollen Einverständnis der künftigen Ehegatten geschlossen werden.“
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 , Artikel 16, Absatz 2
›
zwangsheirat.ch – ein Programm verankert Menschenrechte‹
ist ein Mehrjahresprogramm des Trägervereins Katamaran und Partnerorganisationen, das konkretes Handeln und Forschen vereint. Als Pionier in der Schweiz gestartet, sind wir nach wie vor überzeugt: Die nachhaltige Prävention von Zwangsheirat setzt fundiertes Wissen voraus.
Unsere Vorgehensweise setzt sich grundlegend aus den folgenden fünf Bereichen zusammen:
1. Projektaktivitäten: Konkrete Aktivitäten dienen der Information, Aufklärung und Prävention.
2. Forschung: Wir begleiten angehende WissenschaftlerInnen und Forschende in diesem Themenkomplex. Ausserdem erstellen wir eigene Forschungsberichte.
3. Vernetzung: Wir vernetzen uns durch Informationsaustausch mit (potenziell) Betroffenen, durch Diskussionen und Lobbying mit Fachpersonen und Institutionen, PolitikerInnen und Behörden sowie mit den Medien. Das geschieht schweizweit und international.
4. Öffentlichkeits- und Medienarbeit: Wir verfolgen die aktuellen Debatten in der Öffentlichkeit aufmerksam und dokumentieren sie auch auf dieser Website. Weiter beteiligen wir uns auch an der öffentlichen Meinungsbildung.
5. Weiterbildungen: Unsere Arbeits- und Projektgruppen bilden sich ständig weiter: durch Online-Diskussionen, ein Diskussionsforum oder Workshops. Dadurch erreichen wir „Empowerment“ und „Enabling“, also die Ermächtigung und die Befähigung aller Beteiligten zur und bei der Durchführung der mit ›
zwangsheirat.ch‹ verbundenen Projekte. Darüber hinaus können auch externe Weiterbildungen für Interessierte und Betroffene angeboten werden.
Das komplexe Phänomen der Zwangsheiraten in der Schweiz behandeln wir in der Öffentlichkeit bereits seit 2004, während vier Jahren zuvor wurden entsprechende Beobachtungen und Recherchen getätigt. 2005 wurde das Webportal
www.zwangsheirat.ch aufgeschaltet, das damals die erste umfassende Informationsquelle für die Schweiz darstellte. Zunehmend haben wir auch Beratungen, Begleitungen und Betreuungen von Betroffenen und Beteiligten übernommen und arbeiten derzeit an einer Sensibilisierung und Befähigung der Insitutionen und Regelstrukturen für die Thematik.
Konkret ist für 2010 ist neben einer Professionalisierung der Beratung von Betroffenen und Beteiligten sowie Workshops im Schulumfeld mitunter auch eine ausgedehnte Informations- und Sensibilierungskampagne für Berufspersonen geplant, um die interkulturellen Kompetenzen im Berufsalltag zu stärken. Diese Aktivitäten bauen auf den Erfahrungen des interkulturell zusammengesetzten Projektteams auf.
Das Engagement fusst auf der Überzeugung:
„Die Wahl der Partnerschaft darf nicht nur ein Privileg für Einheimische sein. Das muss für alle gelten. Deshalb engagiere ich mich gegen Zwangsheiraten.“ Das Zitat und weitere Informationen finden Sie unter:
www.zwangsheirat.ch
Beschäftigen Sie sich persönlich, fachlich oder wissenschaftlich mit Zwangsverheiratung? Sind Sie betroffen oder mitbeteiligt?
Kontaktieren Sie uns , auf Wunsch selbstverständlich anonym, über unser Online-Formular oder auch telefonisch.